Wie Babys sehen: Das kleine Einmaleins der Farben

Julia

Farben sind Geschmackssache. Stimmt das? Bei kleinen Kindern nur bedingt, denn ihr Farbsehvermögen befindet sich noch in der Entwicklung. Welche Farben Babys und Kinder sehen können und wobei sie Schwierigkeiten haben – das verraten wir dir.

„Mit unseren Produkten wollen wir die Welt von Familien kuschliger und bunter machen“ –  sigikid –

 

Wenn man sich Hochglanzmagazine oder Instagrambilder anschaut, die Wohnungseinrichtungen zeigen, so sieht man schon seit längerem häufig wunderhübsche Kinderzimmer in zarten Pastelltönen. Sanfte, natürliche und harmonische Hyggefarben gelten als Inbegriff von Gemütlichkeit, Behaglichkeit, Geborgenheit und dem angenehmen Gefühl von Heimeligkeit. So empfinden zumindest wir Erwachsenen es. Aber was ist eigentlich mit kleinen Kindern? Nehmen Kinder diese Farben genauso wahr, wie wir sie sehen?

 

Können Babys im Mutterleib schon Farben sehen?

 

Babys öffnen ab der 26. Schwangerschaftswoche ihre Augen. Im Mutterleib sehen sie nicht einfach nur hell und dunkel oder schwarz und weiß – sie sehen vor allem eine bestimmte Farbe: Rot. Wann immer Licht durch die Bauchdecke der Mutter scheint, ist das Baby von einem rötlichen Licht umgeben.

 

Die Lieblingsfarbe von Babys nach der Geburt

 

Es ist ein Mythos, dass Säuglinge farbenblind wären. Ihre Farbwahrnehmung ist zwar noch nicht voll entwickelt – insbesondere die Farbe Blau können die meisten Babys erst nach ein paar Monaten erkennen. Doch eine ihnen vertraute Farbe können sie schon ab der Geburt unterscheiden: Rot.

Dr. Anna Franklin, Wissenschaftlerin am Surrey Baby Lab, führte eine Farbstudie mit 250 Säuglingen durch. Bei ihrer Studie stellte sie fest, dass Rot die eindeutige Lieblingsfarbe von Babys ist. Das ist nicht verwunderlich, erinnert diese Farbe die Neugeborenen doch an die vertraute, beruhigende Farbe, die sie im Mutterleib gesehen haben. Manche Kliniken und Geburtshäuser benutzen aus diesem Grund auch rote statt weiße Handtücher für Neugeborene, um ihnen Geborgenheit zu vermitteln.

Sicher, rote Zimmerwände hingegen wären sicherlich zu viel des Guten. Doch wenn man Säuglingsausstattung wie Mobiles, Wagenketten oder Spieluhren kauft, ist es durchaus sinnvoll, auf rote Akzente zu achten.

 

Die Faszination von Säuglingen für schwarz-weiß Kontraste

 

Eine weitere Sache, die Babys schon früh begeistert, sind Kontraste in Form von schwarz-weißen Mustern. Das liegt daran, dass es Säuglingen noch schwerfällt, unterschiedliche Farben wahrzunehmen. Pastelltöne erscheinen ihnen daher als weiß. Je stärker ein Hell-Dunkel-Kontrast ist, desto besser können Babys diesen wahrnehmen. Studien haben sogar gezeigt, dass ein Schwarz-Weiß-Kontrast die Gehirntätigkeit von Babys anregt und stimuliert.

Deshalb haben wir bei sigikid eine eigene Serie – ganz nach dem Geschmack von Neugeborenen –  entwickelt, die schwarze und weiße Kontraste zusammen mit einem roten Farbakzent kombiniert.

 

Welche Farben sehen Kleinkinder?

 

Nach Medizinphysiker Dr. Wolfgang Wesemann benötigt die Entwicklung der Farbwahrnehmung (d.h. der Zapfen auf der Netzhaut)  Zeit. Die volle Sehschärfe ist bei Kindern erst zwischen 6 und 14 Jahren vorhanden, das Kontrastsehen erst ab ca. 9 Jahren. Es kann sogar noch bis zum Teenageralter dauern, bis Kinder auch feine Farbnuancen genauso deutlich unterscheiden können wie Erwachsene.

 

Das erklärt, weshalb Kinder kräftige und helle Farben lieben. Sie lieben alles Bunte und Farbenfrohe! Unbunte bzw. neutrale Farben wieschwarz, weiß, grau und braun werden generell von Kindern weniger gemocht. Sie werden von ihnen häufig sogar mit unangenehmen Gefühlen assoziiert. (Quelle: „Die unglaubliche Kraft der Farben“, Jean-Gabriel Causse, Hanser Verlag)

 

Helle und kräftige Farben werden von kleinen Kindern nicht nur bevorzugt – sie fördern auch ihre Sehentwicklung.

 

Das ist der Grund, weshalb wir in bei der Entwicklung unserer Produkte  gezielt auf Farben setzen – sowohl bei der Kinderkleidung als auch bei unseren Kinderrucksäcken, Brotdosen und Kuscheltieren. Besonders beliebt sind – bereits seit Jahren – auch unsere Patchwork Tiere: kunterbunte Farben, die fröhliche Emotionen und einen Hauch von Originalität vermitteln. Und ganz nebenbei können die Farbkontraste unserer Stoffe die Sehentwicklung bei Kindern unterstützen.

Warum Farben für Kinder wichtig sind

 

Die Welt von uns Erwachsenen ist oft von langweiligen, unbunten Farben geprägt. Dabei ist uns diese farblose Welt eigentlich fremd. Strahlt doch unser blauer Planet in den schönsten und vielseitigsten Farben, die man sich nur vorstellen kann. Tiere, Pflanzen, Früchte – ja, selbst der Himmel über uns verändert seine Farbe viele Male am Tag.

 

Farben berühren eine tief in jedem Menschen verankerte Sehnsucht.

 

„Ich bin überzeugt, dass Kinder ihre grauen Vorstädte mit Graffitis bemalen, weil sie ein grundlegendes Bedürfnis nach Farbe in all der Schwärze verspüren. Haben Sie bemerkt, dass bunte Gebäude viel seltener besprüht werden?“Jean-Gabriel Causse, „Die unglaubliche Kraft der Farben“ –

 

Farben vermitteln Lebendigkeit, Liebe, Glückgefühle. Sie sind der Inbegriff von Freude.

Daher lautet unser Motto:  Lasst uns die Welt, die uns umgibt, ruhig ein bisschen farbenfroher – d.h. wärmer, liebevoller, freudvoller – gestalten. Für uns selbst und besonders für unsere Kinder.

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