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Warum Vorlesen für Kinder wichtig ist. Mit vielen Links zu kostenlosen Vorlesegeschichten

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91 Prozent der Jungen und Mädchen in Deutschland finden es toll, wenn ihnen vorgelesen wird. Dies stellte eine Studie aus dem Jahr 2016 fest. Vorlesezeiten werden von Kindern nicht nur geschätzt und geliebt – sie sind auch wichtig für ihre Entwicklung.

Warum Vorlesen wichtig für die Entwicklung deines Kindes ist

 

  1. Vorlesen ist wertvolle Qualitätszeit zwischen Mutter/Vater und Kind

Wenn Eltern ihren Kindern vorlesen, nehmen sie sich ganz Zeit für ihr Kind. Sie schenken ihm ihre ungeteilte Aufmerksamkeit – ohne Ablenkung durch eingehende Smartphone-Nachrichten oder andere Dinge. Die Kinder spüren, dass ihre Eltern ganz für sie da sind und ihnen das Wertvollste schenken, was sie sich wünschen: Verbundenheit und Zeit.

Vorlesen stärkt die Eltern-Kind-Bindung, schafft Nähe und Vertrauen, und wird als Ausdruck der elterlichen Liebe aufgefasst.

Eltern, die ihren Kindern vorlesen oder für sie Geschichten erfinden, machen ihnen das größte Geschenk der Welt„, so die englische Literatur-Nobelpreisträgerin Doris Lessing.

Daneben fördert Vorlesen jedoch auch ganz gezielt die kindliche Entwicklung.

 

  1. Vorlesen fördert die sprachliche Entwicklung

Vorlesen hilft Kindern, ihren Wortschatz zu erweitern und ein Gefühl bzw. Gehör für den richtigen Umgang mit Grammatik, Satzbau und Zeitformen zu entwickeln. Ab 4 Jahren kann man dazu auch gezielt „Quatschgeschichten“ einsetzen: Geschichten, in denen man bewusst Fehler einbaut, die das Kind heraushören soll. Das macht deinem Kind nicht nur unglaublich viel Spaß, sondern trainiert auch das genaue Hinhören und das Erkennen von Fehlern. Ein lustiges Beispiel einer solchen Geschichte ist „Der kleine Fuchs und das große Kuddelmuddel.“

Das sogenannte „dialogische Lesen“ gilt als besonders wertvoll für die Sprachförderung. Bei solchen Geschichten werden Kinder eingeladen, zu interagieren, Fragen zu beantworten oder zu erzählen. In Studien wurde beobachtet, dass dieses dialogische Lesen bei 3- und 4jährigen Kindern innerhalb von nur 6 Wochen zu sprachlichen Verbesserungen führte.

Wir haben auf unserem Blog für Kinder zahlreiche Geschichten, bei denen eine solche Interaktion des Kindes bewusst eingeplant wurde – zum Beispiel, weil in der Geschichte Fragen gestellt werden, die dein Kind beantworten darf. Beispiele dafür wären unsere Geschichte über den menschlichen Körper oder über die Geschwister Luka und Lisa.

Gerne kannst du auch selbst während oder nach dem Vorlesen einer Geschichte dir Fragen für dein Kind ausdenken.

 

  1. Vorlesen ist die wichtigste Vorbereitung für das spätere Lesenlernen

Vorlesen hilft Kindern nicht nur, ein Gefühl und Verständnis für den richtigen Sprachumgang zu entwickeln – es erleichtert ihnen später auch das Lesenlernen.

Das Vorlesen kann als die einfachste und wichtigste Möglichkeit, den schulischen Leseerfolg von Kindern zu sichern, angesehen werden„, Zitat aus „Bildung durch Sprache und Schrift (BISS)

Ganz besonders gilt das bei Reimgeschichten: durch sie lernen Kinder, auf die korrekte Aussprache von Lauten zu achten. Sie lernen, dass Wörter einen Anfang und ein Ende haben, und dass die Veränderung eines einzigen Lautes zu einer ganz neuen Wortbedeutung führen kann. Gleichzeitig wecken Reimgeschichten und Gedichte den Spaß am Sprachrhythmus.

  • Dies kann schon im Babyalter anfangen, beispielsweise mit spielerischen Fingerreimen.
  • Ab 1 Jahr, wenn Kinder stabil sitzen und laufen können, begeistern sie sich für sogenannte Schoß-Reime wie beispielsweise unseren Pferdereim.
  • Wenn dein Kind im Kindergartenalter ist, kannst du ihm längere Reime vorlesen, wie z.B. unsere Reim- und Mitmachgeschichten „Sommerspaß“ oder „Auf der Wiese“. Da das Kind bei diesen Reimen zum Suchen und Mitmachen animiert wird, sind solche Geschichten dialogisch (siehe Punkt 2) und helfen deinem Kind aktiv beim Sprachtraining. Bei beiden Reim-Geschichten wird dein Kind auch eingeladen, Reimwörter zu entdecken.
  • Im Vorschulalter können Reime ähnlich wie Eselsbrücken eingesetzt werden, um sich die Reihenfolge der Wochentage oder der Zahlen besser merken zu können. Auch dafür haben wir entsprechende Gedichte: Ein Wochengedicht mit dem Drachen Drani oder ein Zahlengedicht mit Katzen.

 

  1. Vorlesen fördert die Lesemotivation

Ab dem Schulalter wird nicht nur die Lesekompetenz (das Lesenlernen und die Lesefähigkeit) eine wichtige Rolle spielen, sondern auch die Lesemotivation. Eine Lesekompetenz kann vom Lehrer vermittelt werden – die Motivation fürs Lesen muss jedoch das Kind selbst aufbringen. Und je größer die Motivation des Kindes ist, desto einfacher gestaltet sich in der Regel auch das Leselernen.

Kinder lernen leichter und schneller lesen, wenn sie sich für das Lesen interessieren – sprich: wenn sie lesen wollen. Das ist nur einleuchtend: es ist leicht, sich Dinge anzueignen, für die man sich begeistert und die man lernen will. Es ist aber zäh und mühsam, wenn man für etwas weder Motivation noch Interesse hat.

Für die Lesemotivation spielt das Vorlesen in den Kindergartenjahren eine entscheidende Rolle.

Das Vorlesen ist die einflussreichste Voraussetzung für erfolgreiche spätere Lesekarrieren“, so eine Hausarbeit von Sarah Junge mit dem Titel „Die Förderung der Lesemotivation in der Grundschule“, 2009.

Wenn Kinder durch Vorlesegeschichten in den Genuss des Zaubers von Geschichten gekommen sind und mit Erzählungen, Kinderbüchern und Reimen von Klein an aufwachsen, dann prägt es sie mit einer Begeisterung für Geschichten und Bücher. Haben sie das vielseitige Vergnügen gekostet, den geschriebene Texte vermitteln können, und verbinden sie Lesen mit durchwegs positiven Erinnerungen, so werden sie auch später vermutlich eher mit großer Faszination Bücher lesen, statt sich in Fernseh-, Computerspiel- oder Smartphoneabhängigkeiten zu verwickeln.

Übrigens: Unsere Affe Keko Mitmachgeschichte für Vorschulkinder und unsere Geschichte mit dem Versteckspiel der Buchstaben vermitteln auch schon erste Buchstabenkenntnisse. So transportieren diese Vorlesegeschichten sowohl Lesemotivation als auch erste „Kompetenzen“ – auf eine phantasievolle, spielerische und kindgerechte Weise ohne irgendeinen Erwartungs- oder Leistungsdruck!

 

  1. Vorlesen fördert die Fantasie

Während dein Kind einer Geschichte lauscht, stellt es sich die beschriebenen Situationen und Geschehnisse vor. Seine Fantasie und Vorstellungskraft wird angeregt.

Bücher bringen unsere Fantasie zum Funkeln wie Sterne den Abendhimmel.“ Annette Neubauer

Oft unterschätzen wir Erwachsenen, wie wichtig Fantasie und Kreativität sind. Darum möchten wir ein paar bekannte Zitate anführen:

Die Gabe der Fantasie bedeutet mir mehr als mein Talent, Wissen aufzunehmen.“ Albert Einstein

 Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Vorstellungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen“. Astrid Lindgren

 Ohne Fantasie keine Güte, keine Weisheit.“ Marie von Ebner-Eschenbach

 Ein Mensch ohne Fantasie ist wie ein Vogel ohne Flügel.“ Wilhelm Raabe


Entdecke deine Fantasie – dieser Satz ist einer unserer 6 Werte, die wir mit unseren sigikid-Produkten vermitteln wollen und denen wir uns als Familienunternehmen verpflichtet haben.

Nur wer Fantasie hat, kann staunen und die vielen Wunder im Alltäglichen entdecken. Dies kommt auch in einigen unserer Vorlesegeschichten gezielt zum Ausdruck, z.B. in der Geschichte über den Künstler und den Apfel oder in der Geschichte „Wolkenfernsehen“.

 

 

  1. Vorlesen fördert die Konzentrationsfähigkeit

Vorlesegeschichten sind ein gutes Mittel, um die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsfähigkeit deines Kindes zu trainieren.

Das ist jedoch nicht immer einfach. Wenn du z.B. einen kleinen Zappelphilipp, einen quirligen Wildfang oder einen kleinen Wirbelwind zu Hause hast, dann fällt es deinem Kind vielleicht schwer, für die Dauer einer Geschichte stillzusitzen und zuzuhören.

Wir haben in diesem Fall drei hilfreiche Tipps für dich:

Tipp 1: Verwende Geschichten mit Themen, die dein Kind begeistern. Wenn dein Kind begeistert von einer Sache ist, dann schenkt es dieser Sache auch allerhöchste Aufmerksamkeit. Es bringt also nichts, deinem Kind Geschichten vorzulesen, die nur du gut findest. Sie sollten insbesondere den Geschmack deines Kindes treffen.

Tipp 2: Überfordere dein Kind nicht. Wenn dein Kind noch nicht lange zuhören kann, dann greife zu kürzeren Geschichten oder auch erstmal nur zu Kinderreimen. Je älter dein Kind wird, desto länger wird es sich auch konzentrieren können.

Tipp 3: Nutze Mitmachgeschichten! Bei diesen Geschichten darf dein Kind nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv sein. Es ist bei der Geschichte direkt beteiligt. Durch die verschiedenen Aufgaben, die deinem Kind in einer solchen Geschichte gestellt werden, wird das Vorlesen sehr abwechslungsreich und kurzweilig. Es sind perfekte Geschichten für quirlige oder lebhafte Kinder. Und ganz nebenbei wird auch immer eine bestimmte Fähigkeit trainiert, sei es die Feinmotorik, erste Buchstaben und Zahlen wie bei unseren Affe Keko-Geschichten (für Kindergarten-Kids und für Vorschul-Kids), sei es Körperbewusstsein und Koordination wie bei unserer Mira Hasen-Geschichte, oder sei es das genaue Zuhören wie bei unserer Bauernhof-Party-Geschichte.

 

  1. Vorlesen fördert kognitive Fähigkeiten, selbständiges Denken und Hinterfragen

Selbständiges Denken und Hinterfragen sind ganz wichtige Werte. George Calin gab diesen Tipp:

Lehrt euren Kindern nicht nur das Lesen. Lehrt sie zu hinterfragen, was sie gelesen haben. Lehrt sie, alles zu hinterfragen.“

Und Albert Einstein sagte: Das Wichtigste ist, nicht aufzuhören, zu fragen.“

Ab einem bestimmten Alter fangen Kinder mit den Fragen an: „Warum ist der Himmel blau?“, „Was ist Strom?“, „Warum können Hunde nicht fliegen?“ oder ähnliche Fragen. Auch wenn es uns Eltern nervt, wenn uns die tausendste Frage gestellt wird – dieses Fragenstellen sollten wir nicht nur begrüßen, sondern ausdrücklich für gutheißen!

Die großen Erfinder dieser Erde waren Menschen, die sich einfach nur Fragen gestellt haben. Auch große Entdeckungen fanden durch einfache Fragen statt, zum Beispiel: „Was befindet sich jenseits des Horizonts?“ oder „Warum befinden sich in der Schale mit dem Penicillium keine Bakterien mehr?“. Kontinente wären nicht entdeckt worden, wissenschaftliche und medizinische Fortschritte wären nicht passiert, wenn es keine Fragen gegeben hätte.

Eine Menschheit, die nichts hinterfragt und keine Fragen stellt, stagniert.

Auch Geschichten können das Fragenstellen und das selbständige Denken fördern, wenn du absichtlich Fehler einbaust (wir nennen es „Quatschgeschichten“): Fehler, welche dein Kind von sich aus heraushören und korrigieren muss. Nimm dir unsere Geschichte „Der kleine Fuchs und das große Kuddelmuddel“ als Beispiel. Hier lernt dein Kind nicht nur, aufmerksam zuzuhören, sondern auch selbständig zu denken, zu hinterfragen, und Fehler zu entdecken. Auch das Urteilsvermögen wird so geschult. Gleichzeitig machen solche Geschichten Kindern aber auch unglaublich viel Spaß und Freude. Probier’s mal aus!

 

  1. Durch Vorlesen werden Werte vermittelt

Ein wichtiger Bestandteil der Erziehung unserer Kinder ist die Vermittlung von Werten. Häufig wurden Werte in Familien jedoch durch bloße Regeln ersetzt. Werte und Regeln sind jedoch nicht dasselbe!

Mahatma Gandhi sagte: Wenn wir den wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen“.

Werte können mit einem festen, unerschütterlichen Boden verglichen werden; die Regeln sind wie ein Geländer, das man auf einem Boden errichtet. Ein Geländer kann umgestoßen oder ausgetauscht werden; es ist provisorisch. Die Regel „Um 7 Uhr geht es ins Bett“, mag für Kindergartenkinder hilfreich sein – im späteren Leben nicht mehr. Die Regel „Samstags findet der Familieneinkauf statt“ mag für den Wochenplan hilfreich sein – später werden die erwachsen gewordenen Kinder jedoch ihre Woche nach ihrem Belieben einteilen und sich ihre eigenen Regeln aussuchen, nach denen sie leben wollen.

Werte hingegen sind beständig und unvergesslich. Sie begleiten die Kinder ihr gesamtes Leben lang und bieten ihnen Schutz und Halt bei den Aufs und Abs des Lebens. Fehlen Werte, kann es zu Orientierungslosigkeit und späteren Sinnkrisen kommen. Keine noch so guten Regeln vermögen, dies aufzufangen.

Bei jeder Familie werden die Werte, die von Eltern an Kinder weitergegeben werden, etwas anders sein.

Werte sind wie Fingerabdrücke. Keiner hat dieselben, aber du hinterlässt sie bei allem, was du tust.“ Elvis Presley

Hauptsächlich werden Werte über das Vorbild der Eltern gelehrt, denn

das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen“. Dieses Zitat stammt bereits aus dem 4. Jahrhundert nach Christus, von Aurelius Augustinus.

Doch auch Bücher und Vorlesegeschichten sind ein ganz entscheidendes Mittel, um mit kleinen Kindern über Werte zu sprechen. Umso enttäuschender mag es daher sein, wenn man manchmal vergeblich nach Vorlesegeschichten oder Kinderbüchern sucht, welche die Werte, die einem wichtig sind, auf liebevolle Weise vermitteln.

Viele Geschichten für Kinder dienen einzig der Unterhaltung, ohne eine tiefgründigere Botschaft.

Früher wurden Geschichten und Märchen jedoch noch ganz gezielt zur Wertevermittlung eingesetzt. Dies geschah aber häufig auf beängstigende und teils sogar grausame Weise. Man denke nur an die Geschichte von Max und Moritz, den Struwwelpeter, oder die Originalversion so mancher Grimms Märchen. Wie gut, dass solche Bücher kaum mehr bei kleinen Kindern gebräuchlich sind.

Heutzutage kann man auch Vorlese- und Kindergeschichten finden, welche Werte vermitteln, mit welchen man als Familie vielleicht gar nicht übereinstimmt. Zum Beispiel, wenn Aufmüpfigkeit gegen Eltern, Lügen oder verantwortungsloses Tun „worauf man Bock hat“ als positive Charakterzüge der Hauptfigur dargestellt werden.

Oder es werden Schimpfwörter, Flüche oder Redewendungen verwendet, die man im Familiensprachgebrauch nicht hören möchte.

Und dann gibt es noch die Geschichten, die versuchen, Spannung zu erzeugen, indem sie böse Hexen, Geister oder Zauberer vorkommen lassen. Auch wenn solche Geschichten gut enden, kann die Folge davon sein, dass kleine Kinder Angst vor dem Einschlafen bekommen und noch Tage später nicht das gute Ende in Erinnerung behalten, sondern das, was ihnen Angst machte.

Fazit: Geschichten für Kindergartenkinder zu finden, die gute Werte vermitteln, ist manchmal schwerer, als man meint! Kurzerhand haben wir uns entschlossen, ein paar solcher Vorlesegeschichten selber zu schreiben, sie liebevoll zu illustrieren, und sie euch zur Verfügung zu stellen. Ganz ohne unschöne Wörter oder beängstigende Szenen. Hier ein paar Beispiele mit den jeweiligen Botschaften (Werten):

 

Wie gefallen dir unsere Geschichten? Über Feedback freuen wir uns genauso wie über jede Weiterempfehlung an deine Freunde!

 

  1. Vorlesen fördert emotional-soziale Kompetenzen und Empathie

Auch die emotional-soziale Entwicklung wird durch Vorlesen gefördert. Wenn ein Kind beginnt, die Geschichten gedanklich nachzuvollziehen, sich in die Figuren hineinzuversetzen oder mit ihnen mitzufühlen, dann wird damit Empathie trainiert: die Fähigkeit, sich in andere Menschen einzufühlen.

Empathie ist sehr wichtig, da es die Grundlage eines gelingenden Miteinanders bildet: egal, ob in der Familie, unter Freunden, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in Paarbeziehungen. Empathie bedeutet, anderen Menschen Verständnis entgegenbringen zu können, Konflikte lösen zu können, und gilt sogar als eine wesentliche Voraussetzung für den beruflichen Erfolg.

 Die große Gabe des Menschen ist die Fähigkeit zur Empathie.“ Meryl Streep.

Diese Fähigkeit lässt sich durch die richtige Wahl von Vorlesegeschichten gut fördern! Aber auch für die Entwicklung sozialer und emotionaler Fähigkeiten sind Vorlesegeschichten gut geeignet. Hier zwei Beispiele für Geschichten, die du dir gerne ausdrucken darfst:

 

  1. Vorlesen kann zu einem besseren Allgemeinbefinden des Kindes beitragen

Wie das? Nun, weil Vorlesen die Verbundenheit zwischen Kind und Mama oder Papa stärkt. Die dem Kind beim Vorlesen zugewandte Aufmerksamkeit sichert ihm Liebe zu; die dem Kind geschenkte Zeit stärkt sein Selbstwertgefühl, und die gemütliche Atmosphäre beim Vorlesen am Bett oder in einer Kuschelecke vermittelt deinem Kind Geborgenheit und hilft ihm, nach den Aktivitäten des Tages zur Ruhe zu kommen.

Doch Vorlesen bewirkt noch mehr. Von Voltaire stammt das Zitat:

Lesen stärkt die Seele“.

Dem Lesen beruhigender oder aufbauender Literatur wird sogar eine Art Heilkraft beigemessen. So gibt es beispielsweise die Bibliotherapie, bei der das Lesen von Büchern gezielt als Therapieform eingesetzt wird, um die psychische und die körperliche Gesundheit zu stärken. Franz Kafka sagte: „Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.” Geschichten berühren uns, trösten uns, ermutigen uns; sie können uns Lösungswege aufzeigen, uns auf andere Gedanken bringen, unsere Horizonte erweitern – und auch, wie im obigen Zitat, uns tief in unserer Seele erreichen.

In der Antike wurden Bibliotheken deshalb als heilsame Orte angesehen, als „psyches latreion“ (= Heilstätten der Seele). Auch die Klosterbibliothek St. Gallen trägt diese Inschrift über dem Eingang zum Büchersaal – ebenso wie der Eingang zur Universitätsbibliothek in Amsterdam.

Geschichten können heilsam sein; die Stimme, die eine Geschichte ruhig vorliest, wirkt entspannend, tröstend und beruhigend. Gerade deshalb lieben Kinder es, wenn ihnen vor dem Einschlafen noch eine liebevolle Geschichte vorgelesen wird.

 

Doch was macht man, wenn man als Mutter oder Vater nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach zu müde zum Vorlesen ist?

Kuschle dich neben dein Kind oder nimm es in den Arm, schließe deine Augen, und hört gemeinsam eine unserer sigikid Podcast Geschichten zu. Sie sind kindgerecht kurz (ungefähr 10 Minuten), und werden von einer einzelnen Erzählerstimme vorgelesen. Es gibt weder ablenkende Nebengeräusche, noch ein Zuviel an Stimmen, die dein Kind überfordern könnten. Auf alle unnötigen Reize wurde hier bewusst verzichtet, damit die Geschichten dein Kind liebevoll in den Schlaf führen können.

Und auch für dich selbst kannst du diese gemeinsame Zeit des Geschichtenhörens nutzen, um gedanklich abzuschalten, zu entschleunigen und innerlich zur Ruhe zu kommen.

 

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