So wichtig ist Kuscheln für das Baby

Jacqueline

Zärtliche Berührungen und Körperkontakt tun euren Babys gut. Wir sagen euch, warum das so ist und worauf es beim Kuscheln mit euren Kleinen ankommt.

Wusstet ihr, dass Biologen den Nachwuchs von Säugetieren in Nesthocker, Nestflüchter und Traglinge unterteilen? Der Mensch gehört zum Typus Tragling, weshalb Babys bereits kurz nach der Geburt die für Traglinge typischen Hand- und Fußgreifreflexe zeigen. Deshalb ist Körperkontakt und getragen werden ein Grundbedürfnis von Babys und Kleinkindern.

Liebevolles tragen

In den ersten Lebensmonaten kann euer Baby das Köpfchen noch nicht selbst halten. Deshalb ist es wichtig, dass ihr es sanft hochnehmt oder ablegt und sicher tragt. In vertikalen Positionen fühlen sich Babys besonders wohl. Beim Stillen liegt das Baby seitlich auf Mamas Arm oder einem Stillkissen. Der Kopf ist dabei leicht erhöht. Ähnlich liegt das Baby bei der „Wiegeposition“ im Tragetuch, die gerade für ganz Kleine eine angenehme Stellung ist. Auch beim Fliegergriff liegt das Baby in der Vertikalen mit dem Bauch auf dem nach unten gebeugten Arm von Mama oder Papa. Babys Köpfchen stützt ihr dabei mit der Ellenbeuge oder dem Handgelenk. Diese Haltung und sanftes Streicheln am Rücken hilft eurem Baby bei Blähungen. In der Aufrechten habt ihr euren Säugling, wenn er Bäuerchen macht. Je älter eure Süßen werden, desto öfter werdet ihr sie vermutlich in dieser Position auf dem Arm tragen, denn so können die Kleinen gut gucken. Um dein Baby auf der Hüfte zu tragen, muss es unbedingt schon selbstständig den Kopf halten können. Wenn euer Baby weint, solltet ihr es hochnehmen und beruhigen. Doch manche Kleinkinder haben einen unruhigen Schlaf, durch zu schnelles Hochnehmen werden sie wach und lassen sich noch schwerer beruhigen. Bei meiner Tochter war es so. Deshalb habe ich, wenn sie im Schlaf gemuckt hat, immer erst versucht, sie sanft zu schaukeln. Wenn sie auf dem Rücken lag, habe ich meine Hand an Schulter und Seite gelegt und meine Kleine in eine leichte Bewegung versetzt, etwa so, wie sie beim Kinderwagenfahren entsteht. Das hat oft geholfen.

Kuschelige Säuglingspflege

Die Säuglingspflege bietet immer auch die Möglichkeit für liebevolle Streicheleinheiten. Lasst beim Wickeln zum Beispiel eine Hand auf dem Bauch eures Babys. Oder massiert die Beinchen. Kitzelt die Fußsohlen. Baden könnt ihr euer Baby in einer kleinen Babybadewanne oder einem Badeeimer. Ab und zu ist es aber auch schön, ein gemeinsames Bad zu nehmen. Gerade der wasserscheue Nachwuchs kann sich dann besser entspannen. Sanfte Massagen stärken das Immunsystem und das Selbstbewusstsein eures Kindes. Mit Babymassage könnt ihr schon wenige Wochen nach der Geburt beginnen. Wenn die Kinder anfangen zu krabbeln, haben sie meistens keine Lust mehr länger zu liegen, also fangt nicht zu spät damit an. Der Raum muss warm genug sein, damit das nackte Baby nicht friert. In Büchern oder Kursen könnt ihr die Griffe zum Beispiel der klassischen indischen Babymassage lernen. Wählt eine Tageszeit, die euer Baby am liebsten mag. Viele verwenden die Massage als Ritual vor dem Schlafen gehen.

Krabbel-, Kitzel- und Fingerspiele

„Erst kommt der Sonnenkäferpapa, dann kommt die Sonnenkäfermama! Und hintendrein, ganz klitzeklein, die Sonnenkäferkinderlein, und hintendrein, ganz klitzeklein, die Sonnenkäferkinderlein, Kinderlein.“ Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Reim gesungen habe, während ich meinen Kindern als Baby und Kleinkind dabei über den nackten Bauch oder Rücken gekitzelt habe. Bestimmt ihre ersten zwei Lebensjahre täglich beim An- und Ausziehen. Fingerspiele, Reime und Lieder regen Kinder an, beruhigen sie aber auch. Und sie sind ein weiterer Anlass zum Kuscheln. Ob auf dem Bett, der Babydecke auf dem Boden oder auf dem Sofa, es gibt viele Möglichkeiten wie ihr es euch mit eurem Baby gemütlich und kuschelig machen könnt. Wenn ihr euch auf das Sofa setzt und euer Baby auf eure Oberschenkel legt, könnt ihr besonders schön Blickkontakt haben und Berührungsspiele machen. Die schönste Kuschelhaltung mit eurem Baby ist aber die, wenn es auf eurem Bauch liegt. Es kann dann euren Herzschlag hören und ihr könnt den Duft eures Lieblings einatmen und ihm dabei über das Köpfchen streicheln.

Kleine Kuschelhelfer

Mein Sohn hat sich beim Kuscheln immer gern damit beruhigt, dass er sich meine Haare gegriffen und sie sich um seine Finger gewickelt hat. So mit einem halben Jahr haben wir ihm deshalb einen Kuscheltier-Löwen mit schöner Mähne geschenkt. Nach zwei Tagen hatte er den Löwen liebgewonnen und hatte nun einen ständigen Begleiter. Wir haben gleich noch einen zweiten Löwen gekauft, falls der neue Liebling mal verloren geht. Es gibt viele Kuschelhilfen, die Babys beruhigen. Sei es ein Schnuffeltuch, eine Spieluhr oder eben ein Schmusetier. Bei der Geburt ist der Tastsinn der am besten entwickelte Sinn, deshalb stimuliert der Kontakt mit weichen Materialien Babys besonders. Experten sind sich einig, dass das Bedürfnis nach ganz feinen Berührungen eben „typisch Mensch“ sei.

Kuschelige erste Weihnacht: So schenkt ihr richtig

Ihr feiert das erste Weihnachtsfest mit eurem Kind und fragt euch, ob euer Schatz schon Geschenke bekommen soll? Darauf können wir euch keine eindeutige Antwort, aber einige Anregungen geben. Denn ausschlaggebend dafür, dass euer Baby ein fröhliches erstes Weihnachtsfest erlebt, ist weniger die Anzahl der Geschenke, als vielmehr die Stimmung in der Familie.

 

Artikel lesen