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Papazeit! Besondere Momente mit dem Baby schaffen

Jenny

Es gibt viele Wege, wie Väter eine sichere Bindung zu ihrem Kind aufbauen. Dafür reichen oft kleine Alltagsmomente.

Die ersten Wochen und Monate mit dem Baby sind auch für die Papas eine wichtige Zeit. Während die Mütter schon im Laufe der Schwangerschaft ganz nebenbei eine innige Beziehung zu dem neuen Menschlein aufbauen, fängt für die meisten Männer erst nach der Geburt das Bonding, also der Aufbau einer Verbindung, richtig an. Schon in den ersten Stunden sollten Väter den Kontakt zum Neugeborenen suchen. Denn die Hormone, die auch Männer rund um die Entbindung ausschütten, beeinflussen noch Monate später ihr Verhalten und können sich darauf auswirken, wie eng die Vater-Kind-Beziehung wird.

Davon abgesehen gilt: Bindung entsteht vor allem durch viel Nähe, Kuscheln und gemeinsam verbrachte Zeit. Vor allem Zeit zu finden, ist im Berufsalltag nicht immer leicht. Doch das muss kein Nachteil sein. „Ein Vater ist mit Sicherheit nicht a priori ein guter Vater, nur weil er Teilzeit arbeitet oder Elternzeit nimmt“, sagt die Erziehungswissenschaftlerin Margrit Stamm. „Ein guter Vater ist einer, der für die Kinder engagiert ist, der ihnen das gibt, was sie brauchen – also Liebe, Zuneigung und dieses Entdeckende“, der also mit seinem Nachwuchs spielerisch-erforschend die Welt erkundet.

Kleine Momente liebevoller Aufmerksamkeit lassen sich ganz leicht in den Alltag einbauen – ob morgens nach dem Aufstehen, abends bei der eigenen Feierabendentspannung oder am Wochenende. Papa kann zu Hause in Sachen Bonding einiges tun. Babys brauchen nämlich überraschend wenig, um glücklich zu sein. Wir haben fünf schöne Ideen zusammengestellt, für ganz besondere Papa-Baby-Momente:

 

Planschen in der Badewanne

Gemeinsam im warmen Wasser zu treiben, schafft eine schöne Nähe voller Leichtigkeit. Und von Papas Bauch aus kann euer Baby das spannende Nass wunderbar erkunden.

 

Beruhigende Babymassage

Es gibt immer wieder Momente, in denen Papa das Baby mit einer kleinen Streicheleinheit verwöhnen kann. Morgens nach dem Aufwachen im Bett, nach dem Wickeln oder vor dem Schlafengehen. Mit sanftem Druck über die Gliedmaßen streichen – so kann das Baby seinen Körper gut spüren. Durch dieses Verwöhnprogramm wird das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet und sorgt für Entspannung und Geborgenheit.

 

Wickeltisch-Sport

Wer es aktiver mag, kann den Wickeltisch auch für eine Gymnastikeinheit nutzen. Wenn Papa die kleinen Babyarme und -beine bewegt und dazu vielleicht eine lustige Geschichte erzählt, wird euer Kleines die Aufmerksamkeit genießen und gerne mitmachen.

 

Musik machen

Bei Papa auf dem Arm lässt es sich wunderbar zur Lieblingsmusik tanzen und singen. Babys lieben die tiefe väterliche Stimme, die so anders ist als die von Mama. Auch eigene Liedkreationen sind möglich, vielleicht sogar begleitet von aus Alltagsgegenständen selbst gebauten Instrumenten. Es ist nicht wichtig, dass jeder Ton sitzt. Das fröhliche Schaukeln und die neuen Töne genügen. Das Beste daran: Wenn Papa keine Lust auf Babylieder hat, kann er einfach seine eigene Lieblingsband einschalten. Hauptsache, er schaukelt, singt und ist gut gelaunt. Euer Baby wird es lieben!

 

Gemeinsame Nickerchen

Die schönste Übung sind gemeinsame Nickerchen. Einfach danebenlegen, wenn das Baby schläft, und die Entspannung genießen. Papas Atemzüge wirken beruhigend und das Bonding geschieht ganz nebenbei, einfach durch die kuschelige Nähe. Davon profitieren auf jeden Fall beide Seiten.