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Morgen-Routine mit Kindern: 9 Tipps wie ihr möglichst stressfrei in den Tag startet

sigikid

Nach den Sommerferien geht der morgendliche Trubel wieder los: Aufstehen, Kinder anziehen und für die Kita fertig machen, Frühstück bereiten, rechtzeitig aus dem Haus kommen… Mit diesen praktischen Tipps startet ihr stressfrei in den Tag.

Gerade mit kleinen Kindern kommt häufig noch etwas dazwischen, das den Ablauf verzögert: Dein Kind möchte lieber noch im Schlafi herumlaufen anstatt sich anzuziehen; beim Frühstück wird der Kakao ausgekippt; und gerade in dem Moment, in dem du dein Kind erfolgreich im Autositz angeschnallt hast, muss es nochmal ganz dringend aufs Klo. Nicht selten wird das morgendliche Multi-Tasking mit kleinen Kindern durch den Druck der Pünktlichkeit erschwert: der Kindergarten erwartet, dass das Kind pünktlich zur Kernzeit da ist, und der Arbeitgeber sieht Verspätungen auch nicht gerne.

Damit deine Morgen-Routine trotz all dieser Herausforderungen möglichst entspannt bleibt, haben wir dir ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen du den Tagesstart mit Kindern so stressfrei wie möglich gestaltest.

 

  1. Vorbereitung ist alles

Alles, was du am Vorabend schaffst, musst du nicht am nächsten Morgen tun. Soweit es dir möglich ist, bereite die Wichtigsten Sachen bereits am Abend vor, z.B.

  • Frühstückstisch decken
  • Kleidung für dein Kind bereitlegen (das Auswählen des Outfits kannst du auch zusammen mit deinem Kind tun, wenn es alt genug ist)
  • Deine eigene Kleidung bereitlegen
  • Wechselkleidung für die Kita oder ähnliche Dinge bereitlegen.

 

  1. Richte ein Frühstücks- und Meal Prep-Fach im Kühlschrank ein

Stelle eine Box in den Kühlschrank, in die du alles Material fürs Frühstück bereitlegst: Butter, Brotaufstrich, Wurst, Käse, Joghurt – was auch immer ihr gerne frühstückt. So brauchst du am Morgen nur die Kiste aus dem Kühlschrank holen und hast sofort alles parat, um das Frühstück zu bereiten.

Das gleiche bietet sich für die Bereitung der Brotdosen für die Kita an: Fülle eine Box oder ein Fach im Kühlschrank mit Dingen, die du für die Brotdose benötigst. So musst du auch hier morgens nicht erst die verschiedenen Lebensmittel suchen, sondern hast alles sofort griffbereit.

 

  1. Brotdosen packen leicht gemacht

Eine Brotdose für die Kita oder Grundschule sollte idealerweise folgende Bestandteile haben:

  • Eine Brotzeit (belegtes Brot, Brötchen, Brezel o.ä.)
  • Etwas Obstiges (z.B. Äpfel, Trauben, eine kleine Dosen mit Beeren o.ä.)
  • Etwas Gemüsiges (in Rohkostform, z.B. Salatgurke, Möhren, Paprikaschnitze, Kirschtomaten)
  • Etwas zum Knabbern (je nach Alter deines Kindes Kerne, Nüsse, Rosinen, Cracker oder ähnliches)
  • Etwas zum Naschen (kleiner Joghurt, Fruchtquark, ein Keks oder ein anderer Nachtisch)

Wenn du bei der Lunchbox-Zubereitung Zeit sparen möchtest, kannst du auch deinem Kind „Brötchen mit Geschmack“ mitgeben, die du nicht vorher schmieren und belegen musst. Dazu eignen sich Pizzabrötchen, Rosinenbrötchen, Müslibrötchen, Bananen-Zimt-Brötchen und ähnliches. Im Internet findest du viele gute Rezepte, so dass du sie auch selbst backen kannst. Solche kleinen Brötchen lassen sich dann leicht in einem wiederverschließbaren Beutel auf Vorrat einfrieren. Am Vorabend nimmst du einfach ein Brötchen aus der Gefriertruhe, legst es in die Brotdose in den Kühlschrank, und schon ist am nächsten Morgen ein Teil der Lunchbox fertig.

Für einen schnellen, aber leckeren Snack kannst du einmal Brot-Röllchen ausprobieren. Dazu rollst du eine Scheibe weiches Brot (z.B. sogenanntes Eiweißbrot oder Toastbrot) mit einem Nudelholz flach, bestreichst es entweder süß (Frischkäse mit Marmelade oder Butter mit Honig) oder deftig (Frischkäse mit einer Scheibe Käse, Räucherlachs oder Wurst), und rollst es dann zu einer Rolle zusammen. Dann schneidest du die Rolle in kleine handliche Stücke und legst sie vorsichtig in eine passende Dose.

 

  1. Frühstück für Frühstücksmuffel

Manche Kinder haben beim Aufwachen sofort Hunger – andere Kinder wollen so früh am Morgen einfach noch nichts essen. Damit sie trotzdem nicht mit leerem Magen aus dem Haus gehen, kannst du ihnen einen gesunden, sättigenden Smoothie in die Hand drücken. Hier findest du Vorschläge für kreative Monster- und Prinzessinnen-Smoothies.

Übrigens: Viele Smoothie-Zutaten wie Beeren, Spinatblätter, Obststücke o.ä. lassen sich auch gut portionsweise einfrieren. So brauchst du sie am Vorabend nur noch aus der Gefriertruhe nehmen und in den Kühlschrank legen, und hast am nächsten Morgen alles für den Morgenmuffel-Wachmach-Smoothie bereit.

Ein Smoothie ist übrigens auch eine leckere und gesunde Alternative für Eltern, die morgens nicht die Zeit haben, um selbst zu frühstücken.

 

  1. Kleider-Logik

Ein einfacher, wichtiger Tipp: Solange deine Kinder beim Essen noch kleckern, lass dein Kind noch im Pyjama frühstücken und zieh es erst danach um. So vermeidest du, dass du es morgens mehrmals umziehen musst.

Für dich als Elternteil macht es Sinn, wenn du dich zuerst, sofort nach dem Aufstehen, anziehst. So ist dieser sehr wichtige Teil des Morgenprogramms erledigt, noch bevor dein Kind aufgestanden ist.

 

  1. Extra Garderobenplätze

Gestalte an der Garderobe für jedes Kind einen eigenen Platz, an dem alles, was es am Morgen beim Rausgehen benötigt, griffbereit liegt: Jacke, Schuhe, Kiga-Tasche, Mütze, im Winter noch Handschuhe und Schal. So vermeidest du das morgendliche Suchen nach dem zweiten Schuh oder nach der Mütze.

 

  1. Vergiss-Nicht-Zettel

Wenn es dringende Sachen gibt, die du am nächsten Morgen beim Rausgehen nicht vergessen darfst, dann schreibe sie auf einen Zettel und hänge ihn innen direkt an die Haus- oder Wohnungstür. Wenn du den Zettel direkt an die Türklinke hängst, stellst du sicher, dass du tatsächlich NICHTS vergisst, was du dir am Tag zuvor notiert hast.

 

  1. Gewöhne dein Kind an die Morgen-Routine

Wenn jeder Morgen ähnlich verläuft, wird er nicht nur für dich, sondern auch für dein Kind zur Gewohnheit. Das hilft und vereinfacht den morgendlichen Ablauf sehr.

Kleinen Kindern kann es helfen, wenn du ihnen die Morgen Routine anhand von Bildern sichtbar machst. Tipp: Lege die Bilder in der Reihenfolge, die zu eurer Routine passt, auf den Küchentisch. Zusätzlich brauchst du eine Spielfigur zu einem Thema, für das dein Kind sich interessiert: ein kleines Pferd, ein Feuerwehrmännchen oder ähnliches. Wann immer eine morgendliche Aufgabe wie Anziehen, Zähneputzen, Frühstücken o.ä. erledigt wurde, darf dein Kind seine Spielfigur ein Bild weiter rücken. Wenn alle Aufgaben erledigt sind, ist dann auch die Spielfigur mit seiner Reise fertig und darf das Kind noch auf dem Weg zum Kindergarten begleiten.

 

  1. Plane ruhige Minuten für dich selbst ein

Wenn du morgens keinen Moment hast, um selbst in Ruhe in den Tag zu starten, liegen die Nerven schnell blank, wenn Stress beginnt und nicht alles reibungslos klappt.

Nimm dir daher vor, 15 Minuten früher aufzustehen, damit du Zeit hast, in Ruhe einen Kaffee zu trinken, dich selbst kurz zu entspannen und innerlich Kraft zu tanken, bevor der Trubel losgeht. Wir empfehlen dir dazu auch unseren Beitrag wie du Achtsamkeit im Alltag praktizieren kannst.

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