Geliebte Begleiter: Warum Kuscheltiere für Kinder so wichtig sind

Verena

Die bunten Plüschtiere der Sweety-Familie sind nicht nur niedlich, sondern auch psychologisch wichtig. Kein Wunder, dass sie längst Klassiker im Kinderzimmer sind.

Der geliebte Kuschellöwe muss her, sonst geht die Welt unter. Ihr kennt das bestimmt – euer Kind steht mit tränennassem Gesicht schreiend im Flur und weigert sich, in die Kita zu gehen, solange der Schmuselöwe nicht gefunden ist. Der ist schließlich sein Freund und Seelentröster für den langen Tag ohne Mama und Papa. Der Plüschlöwe Silvio Savanne ist längst ein Klassiker unter den Spielgefährten. In der Kita hilft er gegen das Vermissen der Mama, auf dem Spielplatz isst er widerspruchslos jeden Sandkuchen, abends hilft er beim Einschlafen und macht die dunkle Nacht schmusend zu einem Wohlfühlort.

Kein Wunder, dass die Kita-Erzieherin schon nahegelegt hat, lieber direkt einen zweiten Silvio zu besorgen – falls der wichtige Kuschelfreund doch mal irgendwo verloren geht …

Klassiker, die glücklich machen

Wer die Tiere aus der Sweety-Familie sieht – und vor allem fühlt –, der versteht den dringlichen Kuschelwunsch des eigenen Kindes gut. Der Microfaser-Softplüsch ist so weich wie ein frisch geschlüpftes Küken. Und allein der Anblick der fröhlichen Gesellen hebt die Stimmung, ob es das Pferdchen Galoppa Paloppa ist, der Hase Huberto Hummeltal, der Bär Gildehard Günsburg oder das Schäfchen Emmala.

Neben diesen beliebten Charakteren gibt es eine Menge extrabunter Freunde zu entdecken – die Patchwork-Sweetys. Sie sind mit ihrem wilden Materialmix sozusagen der durchgeknallt-verrückte Zweig der Familie. Da gibt es das Faultier, dessen lange Krallen aus verschiedenen Stoffen und Mustern ein echter Hingucker sind. Den Frosch mit Punkten und Streifen. Oder die Giraffe mit ihren unterschiedlichen Punkten und der lustigen Zottelmähne. Für jedes Kind ist ein Charakter dabei, mit dem es sich identifizieren kann, von rockig-wild bis liebevoll-verspielt.

Selbstheilung fördern

„Eine intensive Beziehung zum Kuscheltier fördert Einfühlungsvermögen, Sozialisation und auch die Selbstheilung“, sagt der Psychologe Gunter König. Er weiß, wovon er spricht, er ist selbst vierfacher Familienvater. „Sie regt die Fantasie an und bietet viele Möglichkeiten, den Alltag zu bewältigen.“

Im Fantasieanregen sind die kuschelbunten Sweety-Freunde auf jeden Fall ganz groß. Und auch sonst haben sie mit ihren oft mehr als 30 Zentimetern eine gute Größe. Genau richtig für einen Beschützer, der überall mit hingetragen werden muss. Warum das so wichtig ist? „Eltern können in den Augen des Kindes launisch sein, sie setzen Grenzen, sind manchmal gestresst oder verärgert“, sagt König. „Hier kann das Kuscheltier die verlässliche Anlaufstelle für das Kind sein, die nicht widerspricht, nicht schimpft und zuverlässig da ist.“

Und weil die Beziehung zum Kuscheltier für das Kind die erste selbst gewählte Beziehung des Lebens ist, sollte sie besonders gefördert und gepflegt werden. Auch wenn das heißt, mit dem Kind stundenlang den vermissten Kuschelfreund zu suchen.