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Flitterwochen mit dem Baby: So wird das Wochenbett wunderschön

Jacqueline

Die erste Zeit mit Baby ist anstrengend. Doch ihr könnt vor der Geburt einiges vorbereiten, damit das Wochenbett genug Ruhe für das Wichtigste bietet: euer Baby kennenzulernen.

Das Wochenbett nach der Geburt ist eine ganz besondere Zeit. Sie wird auch „Flitterwochen mit dem Baby“ genannt. Denn wie in den Flitterwochen verbringt ihr ganz verliebt fast jede Minute mit eurem Baby. Ihr könnt eine gefühlte Ewigkeit lang daliegen und das kleine Wesen einfach ansehen, riechen, mit ihm kuscheln. Gut so, denn das stärkt eure Bindung und legt den Grundstein für eine lebenslange Beziehung.

Aber natürlich trifft es der Begriff Flitterwochen nicht ganz. Das Wochenbett ist kein rosaroter Honeymoon auf Wolke Sieben. Ihr seid hormongeflutet, leidet unter Schlafmangel, habt plötzlich keinen prallen Babybauch mehr, sondern diese ungewohnte weiche Masse – und dazu ein hilfloses Wesen, das mit Haut und Haar auf euch angewiesen ist. Sorgt euch nicht, wenn euch eure neue Rolle manchmal überfordert. Auch Tränen sind im Wochenbett normal. Zudem habt ihr noch die Geburtserlebnisse zu verarbeiten. Selbst bei einer komplikationslosen Geburt ist die Wucht des Ereignisses etwas, das Körper und Seele noch lange beschäftigt. Damit eure Flitterwochen mit dem Baby trotzdem so wunderschön wie möglich werden, könnt ihr einiges vorbereiten.

 

Eine Wochenbett-Ecke gestalten

Gestaltet schon im Voraus das Zimmer, in dem ihr in den ersten Wochen mit Baby die meiste Zeit verbringen werdet. Richtet euch also ein Wochenbettzimmer oder eine gemütliche Ecke ein. Alles, was euch guttut, ist dort willkommen. Es können bunte, kuschelweiche Kissen sein, eine schöne Kerze, ein Bild oder ein Spruch, die euch aufbauen. Auch leichte Lektüre könnt ihr bereitlegen. Manche Frauen blättern gern durch ein Klatsch- oder Wellnessmagazin, während das Baby dicht an Mama geschmiegt schläft. Andere fühlen sich durch Bücher zum Thema Wochenbett, Stillen oder Mutterschaft unterstützt.

 

Ein Tablett für den Tag

Ein wichtiges Utensil für eure „Flitterwochen“ ist ein großes Tablett mit hohen Kanten, das ihr euch ans Bett stellen könnt oder dorthin, wo ihr es gerade braucht. Darauf kommt alles, was ihr für den Tag benötigt. Kleine Snacks wie Obst, Nüsse oder etwas Süßes. Taschentücher. Ein große Flasche Wasser, Saftschorle oder Tee. Viel trinken tut gut!

 

Energiespender aus dem Vorratsschrank

Legt euch auch schon gesunde Vorräte an, die euch im kraftzehrenden Wochenbett Energie spenden. Das können Pflanzenpulver für Smoothies sein, eingewecktes Gemüse, Obstmus oder aufbauende Säfte. Am besten ist es, wenn ihr Vorkochen könnt und in den letzten Schwangerschaftsmonaten nach und nach euren Gefrierschrank bestückt.

 

Kuschelige Dinge für das Baby

Wenn das Baby da ist: Kuschelt was das Zeug hält. Babys brauchen viel Hautkontakt. Eure Berührung regt die Atmung und den Herzschlag an, aktiviert die Sinne und sorgt für den Aufbau der Bindung. Das dabei ausgeschüttete Kuschelhormon Oxytocin löst bei euch den Milchspendereflex aus, so dass sich das Stillen besser einspielt. Und: Es schützt euch vor der gefürchteten Wochenbettdepression. Ihr könnt euer Baby auch auf eine weiche Kuscheldecke legen und es vorsichtig „massieren“, indem ihr ihm die Hände nach und nach auf jedes Körperteil legt. Eine schöne Anschaffung ist ein Schnuffeltuch für euer Baby. Das spendet wohlig weiche Nähe, wenn ihr gerade mal nicht zur Verfügung steht. Für viele Kinder wird dieses besondere Stück Stoff in niedlicher Tierform unentbehrlich und noch viele Jahre später ein treuer Begleiter. Ähnliches gilt für eine Spieluhr. In Kuscheltier-Form und mit einer freundlichen Melodie ausgestattet, hilft sie beim Beruhigen. Wenn ihr sie eurem Baby schon vor der Geburt vorspielt, indem ihr sie immer wieder auf euren Bauch legt, werden ihm die Klänge vertraut sein und Trost spenden in dieser so neuen und ungewohnten Welt. Und weil es in den ersten Monaten bei manchen Babys zu Verdauungsproblemen mit Bauchschmerzen kommen kann, ist auch ein kleines Wärmekissen ein guter Begleiter.

Übrigens, das Wochenbett dauert acht Wochen. Schont euch, so gut es geht. Dafür haben wir hier noch weitere wertvolle Tipps für euch.