(MABYEN Baby-Spa | www.mabyen.com)

„Bei der Babymassage entstehen Nähe, Wärme und Geborgenheit“

Jacqueline

Marie Papenkort hat mit ihrer Freundin Manuela Apitzsch Deutschlands erstes Baby Spa „MABYEN“ eröffnet. Im Interview erzählt sie, wie Massage und Floating das Wohlbefinden des Babys nachhaltig fördern.

Marie, werden Babys durch Spa-Anwendungen noch schöner?

Es kommt darauf an, von welcher Schönheit man spricht. Wir machen keine Pediküre oder Maniküre. Es geht uns nicht um äußere Schönheit. Aber die Seele der Babys wird schöner durch die Kommunikation zwischen Eltern und Kind.

Ihr bietet Babymassage, Babyfloating und Plush an. Wodurch unterscheidet sich euer Angebot von herkömmlichen Babymassagen oder Babyschwimmen?

Beim herkömmlichen Babyschwimmen gehen die Eltern mit ins Wasser, das ist bei uns nicht so. Beim Babyfloating wird das Baby von einem Schwimmring gehalten und schwebt dann im Wasser, wie es das als Ungeborenes in Mamas Bauch getan hat. Unsere Babymassage ist herkömmlichen Kursen sehr ähnlich. Der Unterschied ist aber, dass diese oft zehn Teilnehmer haben und unsere nur vier. In der kleinen Gruppe können wir die Teilnehmer sehr intensiv und individuell betreuen. Plush ist eine Kombination aus Floating und Massage.

Für welches Alter empfehlt ihr Massage, Floating oder Plush?

Für Massage, Floating und Plush muss das Baby zwei Wochen alt sein, mindestens drei Kilogramm wiegen und der Nabel muss komplett abgeheilt sein. Der erste Besuch bei uns sollte vor der Vollendung des sechsten Monats erfolgen. Danach ist es individuell ganz unterschiedlich, wie lange Babys unser Angebot mitmachen.

Bis zu welchem Alter sind die Schwimmringe beim Floating geeignet?

Die Ringe sind getestet bis 18 Kilogramm, aber auf dieses Gewicht hat es noch kein Kind in dem Alter geschafft. Die Kinder mögen Floating, solange sie noch nicht stehen können.

Warum tut es Babys gut, massiert zu werden und im Wasser zu schweben?

Beim Baby hat eine Massage eine ganz andere Funktion als bei Erwachsenen. Es geht nicht darum, Verspannungen oder Blockaden zu lösen, sondern es geht um die Berührung, um die Kommunikation mit dem Kind. Eltern lernen, wie sie ihrem Kind bei Schmerzen, wie zum Beispiel Bauchweh, helfen können, und die Kleinen lernen ihren Körper kennen. Beim Floating erlebt das Baby die Schwerelosigkeit wieder. Nach der Geburt müssen die Kleinen immer gehalten werden. Im Wasser können sie sich so bewegen, wie sie es in Mamas Bauch neun Monate lang erlebt haben.

Das Floating soll die Kinder beruhigen und stärken. Warum ist das so?

Beim Floating bauen Babys ihren Muskeltonus komplett auf, weil sie sich bewegen können, wie sie möchten. Dabei stärken sie auch ihre Feinmotorik und den Gleichgewichtssinn. Und sie beruhigen sich, weil sie das Element Wasser kennen. Viele Babys schlafen beim Floating ein, weil sie sich so sehr entspannen. Das ist zuckersüß.

Gibt es auch Kinder, die sich im Wasser unwohl fühlen oder Angst bekommen, oder sind alle Säuglinge glücklich im Wasser?

Selbstverständlich ist nicht jedes Baby jeden Tag immer glücklich. Das ist bei Erwachsenen ja auch nicht so. Aber das Element Wasser genießen die Kinder immer sehr. Natürlich kommt es vor, dass ein Kleines weint, wenn es aus dem Wasser gehoben oder umgezogen wird. Manchmal liegt das aber auch an ganz banalen Sachen wie Hunger oder Müdigkeit.

Welche Techniken der Babymassage wendet ihr an?

Wir sind alle ausgebildete Babymasseurinnen, die die indische Babymassage praktizieren. Natürlich hat jede von uns auch ihre eigene Art. Aber wir orientieren uns an dieser uralten Tradition.

Könnt ihr ein paar Massagegriffe und ihre Wirkung fürs Baby beschreiben?

Nicht jeder Massagegriff erzeugt eine eindeutige Wirkung, aber Massage ist ein Instrument, um Babys zu beruhigen, was zum Beispiel bei Koliken und Schreiattacken helfen kann. Die Bauchmassage ist sehr wirksam bei Verdauungsproblemen. Dabei reibt man mit der Hand immer im Uhrzeigersinn in kreisenden Bewegungen um den Bauchnabel des Kindes herum.

Was passiert beim Massieren zwischen Eltern und Baby?

Es geht darum, dass Eltern eine Bindung zum Kind aufbauen, dass sie Schmerzen lindern oder bei Bauchweh helfen können. Während dieser Sinneserfahrung wird das emotionale und körperliche Wohlbefinden des Babys nachhaltig gefördert. Und es geht auch um das Ankommen auf der Erde. Bei der Babymassage entstehen Nähe, Wärme und Geborgenheit. Es ist eine Kommunikation ohne Sprache allein durch Berührung und Liebe.

Worauf sollten Eltern achten, wenn sie ihr Baby zu Hause massieren?

Die Umgebung und die Situation müssen stimmen. Man sollte das Kind nicht aus der Hektik heraus massieren, sondern sich einen Termin vornehmen, zum Beispiel einmal in der Woche. Und dann sucht man sich ohne Stress einen ruhigen Ort, nimmt ein schönes Öl und legt das Handy beiseite. Wir empfehlen, immer mit einem Öl zu massieren. Wir nutzen zum Beispiel Mandelöl. Es ist wichtig, dass der Raum warm ist, damit die Kleinen nicht frieren. Wer Fußbodenheizung im Bad hat, kann das auch auf dem Boden tun.

Wie ist das Feedback eurer Besucher, was mögen sie an euren Angeboten?

Wir bekommen total viel gutes Feedback. Das ist sehr schön. Der Schwimmring kommt sehr gut an, einige Eltern nehmen ihn mit nach Hause oder auch mit ins Schwimmbad. Die Eltern mögen es auch, dass wir bei Fragen ansprechbar sind und dass sie bei uns lernen können, wie Babymassage funktioniert. Das positive Feedback ermutigt uns sehr, sonst würden wir nicht mit so einer großen Motivation zur Arbeit gehen.

Was versucht ihr, den jungen Eltern mitzugeben, die zu euch kommen? Habt ihr ein paar Entspannungstipps für Eltern?

Das sind die Klassiker: sich nicht stressen zu lassen. Viel Zeit im Wochenbett miteinander zu verbringen. Nicht zu viel Besuch zu bekommen. Sich die Babymassage anzueignen. Sich selbst immer wieder Momente der Auszeit zu nehmen, auch mit dem Baby. Sich zum Beispiel dazuzulegen, wenn das Baby nach der Massage ruht, und das einfach genießen. Sich nicht von Anrufen und Besuchern ablenken zu lassen.

(MABYEN Baby-Spa | www.mabyen.com)

Zur Interviewpartnerin und MABYEN

Marie Papenkort ist studierte Sozialpädagogin und staatlich anerkannte Babymasseurin. Gemeinsam mit ihrer Freundin Manuela Apitzsch, die Marketing- und Designmanagement studiert hat, hat sie MABYEN gegründet und 2016 Deutschlands erstes Baby Spa in Düsseldorf eröffnet. Mit dem innovativen Entspannungskonzept für Babys und Eltern vermittelt MABYEN Familien von Anfang an, wie wohltuend und hilfreich kleine Auszeiten und Verwöhnmomente sind. Das MA im Namen MABYEN steht übrigens für Mama und für die beiden Vornamen Marie und Manuela. Das BY steht für Baby. Und Byen ist abgeleitet vom französischen bien, was schön oder gut bedeutet.