Babykleidung richtig waschen: 8 Tipps, damit Kinderkleidung gesund zur Haut ist und lange schön bleibt

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Babykleidung bietet hinsichtlich der Wäsche ein paar besondere Herausforderungen: Zum einen können Flecken von Brei & Co. ganz schön hartnäckig sein. Zum anderen ist Babyhaut sehr sensibel, da die Hautschutzbarriere noch nicht entwickelt ist. Wir verraten dir wie Babysachen hygienisch sauber werden, ohne dabei die empfindliche Babyhaut zu reizen.

  1. Neue Babykleidung immer zuerst waschen

 

Viele Kleidungsstücke für Babys berühren direkt die sensible Haut. Deshalb solltest du unbedingt beim Kauf darauf achten, dass die Kleidung frei von Schadstoffen ist und jedes neue Kleidungsstück vor dem ersten Tragen gründlich waschen.

Prüf-Siegel wie Öko-Tex Standard 100 bestätigen, dass das Kleidungsstück schadstofffrei ist. Bis auf wenige Ausnahmen – wie Fleecejacken oder elastische Kleidungsstücke wie Mützen oder Leggings, die zusätzlich einen Elastananteil enthalten – werden bei sigikid alle Kleidungsstücke aus 100% Bio-Baumwolle gefertigt.

Aber auch schadstofffreie Kleidung sollte vor dem ersten Tragen gewaschen werden – schon allein deshalb, weil die Kleidung im Geschäft ja gewöhnlich von mehreren Händen berührt wurde, bevor sie bei dir Zuhause ankommt. Ein weiterer Grund, warum das erstmalige Waschen von Babykleidung empfehlenswert ist: Babys haben einen ausgeprägten Geruchssinn. Nach der Geburt erkennen Neugeborene ihre Mutter sogar zunächst über den Geruch!

Neue Kleidung hingegen hat einen völlig fremden Geruch. Wird sie gewaschen, nimmt sie den vertrauten Geruch von „Zuhause“ an (selbst, wenn die Waschmittel keine Duftstoffe haben) und helfen so dem Baby, sich geborgen zu fühlen.

 

  1. Was es beim Waschmittel zu beachten gibt

 

Da jedes Baby eine sensible Haut hat, sollte man möglichst mildes, sensitives Waschmittel ohne Duftstoffe kaufen. Außerdem ist flüssiges Waschmittel besser geeignet als Pulver, da Waschpulver häufiger Rückstände in der

Auch solltest du wissen: Herkömmliches Waschmittel ist nicht gerade umweltfreundlich. Vielen Waschmitteln wird wasserlösliches Plastik zugesetzt, manchen sogar noch immer Mikroplastik, wie ein Test von Global 2000 herausfand: 156 der 256 untersuchten Waschmittel enthielten Plastik. Die langfristigen Auswirkungen von wasserlöslichem Plastik auf die Umwelt und auf die Gesundheit sind jedoch noch völlig unerforscht. Eine Liste von Waschmitteln, die ohne Mikro-Plastik auskommen, findest du hier.

Wusstest du, dass man auch völlig waschmittelfrei waschen kann? Dies wird z.B. mit sogenannten Waschkugeln oder Wäschebällen möglich. Sie schonen die Umwelt und sparen Geld, da eine Waschkugel für bis zu 1.000 Waschgänge verwendet werden kann. Die Kugeln kommen ohne Chemikalien aus, ersetzen das normale Waschmittel und sind somit bestens für sensible Haut geeignet. Über die Vor- und Nachteile von Waschkugeln kannst du dich hier informieren.

 

 

  1. So klappt es auch ohne Weichspüler

 

Weichspüler kann bei Babys und Kindern allergische Reaktionen verursachen. Generell sind Weichspüler auch nicht gerade umweltfreundlich, selbst wenn sie biologisch abbaubar sind.

Wer auf Weichspüler nicht verzichten kann, kann diese einfache Alternative ausprobieren, die sich in wohl jedem Haushalt befindet: Ein kleiner Schuss heller Essig im Weichspülfach der Waschmaschine hilft, die Wäsche weich und geschmeidig zu machen. Keine Sorge: An der Kleidung bleibt kein Essigduft haften.

 

  1. Haushaltstipps für Flecken

 

Auf chemische Fleckentferner solltest du am besten verzichten. Viele Flecken verschwinden auch, wenn du die Waschtemperatur auf 60 Grad erhöhst. Und es gibt zahlreiche natürliche Wege, mit denen du die Flecken vor dem Waschgang behandeln kannst. Hier eine kleine Übersicht von Haushaltstipps:

  • Milchflecken – mit Gallseife vorbehandeln
  • Grasflecken – mit Zitronensaft oder Gallseife vorbehandeln
  • Spinatflecken – mit der Hälfte einer Kartoffel einreiben
  • Karottenflecken – da Carotin fettlöslich ist, kann man den Fleck mit Babyöl (oder einem anderen Öl) vorbehandeln. Danach in der Waschmaschine mit fettlösendem Waschmittel waschen (oder vor dem Waschen einen Spritzer helles Spülmittel oder Flüssigseife auf die nun ölige Stelle geben). Auch UV-Licht kann bei der Fleckentfernung helfen, da es Carotin-Flecken ausbleicht. Dazu legst du die Kleidung einfach für ein paar Stunden ins direkte Sonnenlicht.
  • Blut – erst in kaltem Wasser auswaschen. Es darf kein warmes oder heißes Wasser sein! Danach ist das vorbehandelte Kleidungsstück bereit für die Waschmaschine.
  • Matsch – erstmal den Matsch trocknen lassen. Dann kann man ihn mit einer kleinen Bürste abbürsten und danach die Kleidung in die Waschmaschine legen.

 

  1. Ist Kochwäsche nötig? Wie ist es mit Stoffwindeln?

 

Anders als früher sind in der heutigen Zeit Waschmaschinen und Waschmittel so effektiv, dass Kochwäsche nicht mehr nötig ist. Eine Wäsche bei 40 bis 60 Grad reicht normalerweise völlig aus für ein sauberes und unbedenkliches Ergebnis. Eine niedrige Waschtemperatur spart zudem Energie und schont die Umwelt.

Gut zu wissen: Selbst Stoffwindeln können schon bei 40 Grad gewaschen werden. Weitere Tipps und Infos rund ums Waschen von Stoffwindeln findest du z.B. hier.

 

  1. Hygienespüler – wann man ihn braucht und wann nicht

 

In der normalen Wäsche ist der Zusatz von Hygienespüler nicht notwendig. Tatsächlich sollte man ihn so wenig wie möglich einsetzen, da er nicht umweltfreundlich ist und die Inhaltsstoffe sogar von den Kläranlagen nur schwer abgebaut werden können. Selbst angesichts des Corona-Virus reicht für hygienisch saubere Kleidung eine Wäsche bei 40 Grad mit Waschmittel schon aus.

In seltenen Fällen, wie z.B. Magen-Darm-Erkrankungen, können Hygienespüler jedoch durchaus sinnvoll sein. Dann sollte man nach der normalen Wäsche mit Hygienespüler und Waschmittel, jedoch noch einen zweiten, kurzen Waschgang ohne jegliche Zusätze vornehmen. So wird vermieden, dass eventuelle Rückstände des Hygienespülers an der Kleidung, Hautreizungen auslösen können.

 

  1. Sollte man Babykleidung getrennt von Erwachsenenkleidung waschen?

 

Wenn du dasselbe, sanfte Waschmittel für die Erwachsenenwäsche verwendest, kannst du gerne die Kleidung zusammen waschen. Eine Ausnahme ist natürlich, wenn du stark verschmutzte oder keimbelastete Textilien wäschst.

Wie bei jeder Wäsche, sollte die Kleidung nach Farbe (weiß – hell – dunkel) sortiert werden, um ein Abfärben zu vermeiden.

Damit die Kleidung lange hält und gut aussieht, muss sie natürlich auch nach der Stoffart bzw. nach der gewünschten und erlaubten Waschtemperatur sortiert werden.

 

  1. Weitere Waschtipps für Babykleidung:

 

  • Benutze für Babysocken und andere Kleinteile einen Wäschesack, damit sie nicht von der Waschmaschine „verschluckt“ werden. Du kannst auch sogenannte Sockenklammern verwenden, Neugeborenensocken sind dafür jedoch noch etwas klein.
  • Schließe stets die Reißverschlüsse an Kleidung, bevor du sie in die Waschmaschine legst. So vermeidest du, dass diese in der Maschine andere Kleidungsstücke beschädigen.
  • Viele Waschmaschinen verfügen über eine Zeitschaltuhr, mit der du die Maschine so timen kannst, dass die Wäsche genau dann fertig ist, wenn du nach Hause kommst bzw. Zeit zum Aufhängen/Trocknen hast.
  • Lass deine Waschmaschine einmal im Monat bei 60 Grad laufen, damit sich in der Maschine keine Keime ansiedeln können. Moderne Waschmaschinen zeigen häufig sogar an, wann eine Wäsche bei 60 Grad nötig wird.
  • Verzichte bei Babykleidung möglichst auf Kurzprogramme (Express Wäsche) – hier besteht zum einen die Gefahr, dass das Waschmittel nicht gründlich herausgespült wird, auch benötigen die Enzyme mancher Waschmittel einige Zeit, um auf der Kleidung wirken zu können.

 

 

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